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CSU-Kreistagsfraktion einstimmig für geregelten Katzenschutz

12.09.2019 | MdL Karl Straub
Foto: CSU-Abgeordnetenbüro
Foto: CSU-Abgeordnetenbüro

Ein weiterer Schritt in Richtung Katzenschutz-Verordnung im Landkreis Pfaffenhofen an der Ilm ist getan: Einstimmig votierten gestern (Mittwoch, 11. September) die Mitglieder der CSU-Kreistagsfraktion im Rahmen ihrer Fraktionssitzung für den Antrag auf Erlass einer Katzenschutz-Verordnung. Voraussichtlich im Oktober wird im Kreistag das Thema auf der Tagesordnung stehen und über die finanzielle Ausgestaltung debattiert.

Das CSU-Gremium war sich einig darüber, dass eine ungezügelte Vermehrung von Katzen zumindest in der Region nicht mehr hingenommen werden kann. Aktuell bereiten dem Pfaffenhofener Tierheim aufgefundene und dann dort abgegeben Katzen große Unterbringungsprobleme. Zudem sind viele dieser Tiere erkrankt und müssen medizinisch versorgt werden. Die Kreistagsmitglieder Landtagsabgeordneter Karl Straub und Manfred Russer, Sprecher der Bürgermeister im Landkreis Pfaffenhofen, machten sich unlängst selbst ein Bild der schier unerträglichen Lage vor Ort. Der Besuch im Tierheim war die Initialzündung, so schnell wie möglich eine für alle Kommunen des Landkreises geltende Katzenschutz-Verordnung auf den Weg zu bringen. Deren detaillierte Ausgestaltung liegt dann in der Verantwortung der zuständigen Kreisbehörde und beinhaltet in der Regel eine Kastrations- und Kennzeichnungspflicht. Nach Angaben des Deutschen Tierschutzbundes kann es ein Katzenpaar über einen Zeitraum von zehn Jahren rein rechnerisch auf mehr als 240 Millionen Nachkommen bringen. „Langfristig haben die Gemeinden durch die Katzenschutz-Verordnung ein Mittel in der Hand, der Katzenflut wenigstens einigermaßen Herr zu werden, das ist aktiver Tierschutz“, zeigen sich Landrat Martin Wolf und Fraktionssprecher Reinhard Heinrich überzeugt. Das Leid der Tiere durch Krankheiten oder Unterernährung würde sich deutlich reduzieren. Darüber hinaus profitiere auch der Artenschutz: „Insbesondere verwilderte Hauskatzen, die meist dazu gezwungen sind, ihren Nahrungsbedarf durch das Erbeuten von Kleintieren zu decken, sind ein großes Problem für unsere Vögel oder etwa auch Reptilien!“ Auch die Tierhalter profitierten laut Straub von der behördlichen Regelung. So könnten abgängige Katzen mit registrierter Mikrochip- oder Tätowierungs-Kennung schneller ihrem Besitzer zugeordnet und ihm somit zurückgegeben werden. „Die Regelung der Einzelheiten wird von Fachleuten geprüft und dann in eine entsprechende Form gebracht. Ich bin zuversichtlich, dass wir hier im Landkreis Pfaffenhofen noch vor Jahresende zu einer für alle Beteiligten zufriedenstellenden Verordnungslösung kommen.“

Karl Straub, MdL

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